Was uns reich machen kann, ist unter anderem Geld. Wenn wir gerade darüber nachdenken, also darüber, wie Geld uns bereichern kann, kommen wir auf mehrere Möglichkeiten. In erster Linie werden wir uns als reich betrachten, wenn wir genug davon für alles haben. Für Essen, für Schulden, für Unterhaltung, für Urlaub und auch für etwas Luxus.
Wenn wir jedoch all dies erreichen, werden wir feststellen, dass es uns nicht zur Zufriedenheit reicht, und wir werden suchen, was uns wirklich befriedigt. Das magische Vergnügen, das sich hinter unserem Vermögen verbergen sollte, werden wir also nicht erreichen. Ganz im Gegenteil, wir werden uns um unser Vermögen sorgen. Und das umso mehr, je mehr wir davon haben.
Denken wir also noch einmal über Reichtum nach. Wer ist wirklich reich? Was ist es, das den Reichtum zu jenem magischen Schutzwall vor den Gefahren der Welt macht? Wie wird man wirklich reich? Nehmen wir jeder eine Krone und überlegen wir sorgfältig, was wir damit tun. Und erst nach reiflicher Überlegung setzen wir sie ein, denn Reichtum ist die Kunst, Geld und damit Vermögen einzusetzen.
Meistens verflüchtigt sich unser Vermögen nämlich schon beim bloßen Anblick, aber wenn wir lernen, mit einer einzigen Krone gut zu wirtschaften, fällt es uns leichter, auch über größere Geldbeträge zu entscheiden.
Wenn wir jedoch leichtfertig mit Geld umgehen, können wir vielleicht eine riesige Geldsumme erben, und dennoch wird sie uns keinen Nutzen bringen, weil wir dem erhaltenen Geld nicht mit Besonnenheit einen sinnvollen Zweck geben.
Worin aber liegt der Nutzen des Geldes? Worin besteht harmonischer Besitz? Es liegt in einem Prinzip, das am besten durch die folgende Regel beschrieben wird: Was ich mir selbst wünsche, wünsche ich auch meinen Nächsten. So wird selbst eine kleine Geldsumme nützlich sein, nicht nur zur Sicherung unserer materiellen Bedürfnisse, sondern auch zur Harmonisierung zwischenmenschlicher Beziehungen.
Wenn wir dann feststellen, dass wir für uns und unsere Angehörigen gesorgt haben und uns dennoch noch etwas Geld übrig bleibt, können wir es sinnvoll investieren. Und zwar sowohl in Investmentfonds als auch beispielsweise durch Spenden an diejenigen, die nicht so viel Glück haben wie wir.
Doch die Grundlage des Reichtums bleibt die finanzielle Besonnenheit. Die Kunst, seinen Finanzen einen sinnvollen Zweck zu geben. Und das kann jeder nach eigenem Ermessen und entsprechend den Bedürfnissen seiner selbst und seiner Angehörigen tun.